WLP #1 WaldLehrPfad

Waldlehrpfad / GeoCachinglehrpfad im Lohnder Holz

GC-Code: GC2H5AA
OC-Code: OCB4F1

Die Serie beginnt hier mit dem ganz klassischen Cachebehälter, einer Filmdose (Micro).
Die Anbringung ist ein kleines bischen aufwendiger und die Filmdose braucht nicht aus ihrem Halter entfernt werden!

Diese Unterbringung war nötig, da die bei Seriengründung am Boden versteckte Dose zu oft von Hunde-„Pipi“ getroffen wurde. Daher jetzt dort wo kein Hund mehr hin kommt ;-).

Viel Spass beim Suchen, Finden, Loggen.

Die Behälter bitte sorgsam behandeln und nach dem Loggen wieder wie vorgefunden unter- bzw. anbringen. Beachtet auch bitte unsere Guidelines/Regeln. Danke.

3 Kommentare

  1. hati sagt:

    Hi,

    bin durch 2s Zwangsarchivierung von MLP #3 auf diese Reihe aufmerksam geworden und will euch zunächst mal ein großes Lob aussprechen. „Lehrcaches“ kann es angesichts des Booms durch die SmartPhone-Verbreitung gar nicht genug geben!

    Nun wollte ich mir die Runde hier mal näher anschauen und treffe ausgerechnet schon bei #1 auf einen Text, den ich mir anders wünschen würde. Der klassische Cachebehälter ist eben NICHT die Filmdose. Sie ist nur, leider, inzwischen der am weitesten verbreitete. Gerade bei einem als Lehrstunde für Anfänger gedachten Cache wäre es toll, dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Mindestens zwei sehr wichtige Gründe sprechen dafür:

    Klar, dass man auf dem Marienplatz in München oder am Roland in Bremen keinen „Large“ verstecken kann, der länger als 10 Minuten überlebt. Da kann nur ein Micro liegen. Ganz und gar unpassend aber empfinde ich Micros im Wald. Es geht mir nicht um Wegpunkte eines leichten Multis in einem riesigen Staatsforst mit Abenteuerspielplätzen, Kutschfahrten und Eiswagen, über den am Wochenende ohnehin Horden von Großstädtern herfallen. Aber leider haben wir schon oft genug Filmdosen abseits der Wege in Naturwäldern erlebt. Dazu mal ein kleines Szenario.

    Ein richtig guter GPS Receiver schafft in einem dichten Wald mit schmalen Wegen vielleicht 5m Genauigkeit, wenn überhaupt. Und wir alle wissen: oft genug meint das Gerät nur, seine Position auf 5m genau zu kennen, 2 Schritte weiter ist es aber gang anderer Meinung und zeigt plötzlich 10m in die entgegengesetzte Richtung. Aber nehmen wir einfach mal 5m an. 5m Genauigkeit bedeutet, der Cache befindet sich in einem Umkreis von 5m Radius. Die Fläche eines Kreises, das wissen wir noch aus der 5. Klasse, berechnet sich π*r² (Pi mal Radius zum Quadrat). In unserem Beispiel sind also fast 80m² abzusuchen.

    Nun nehmen wir mal an, der Owner hatte beim Verstecken auch eine Genauigkeit von 5m. Es ist ein bisschen komplizierter, aber für das, was ich vermitteln will, rechnen wir jetzt einfach mal mit 10m Radius. Dann kommen wir bereits auf 314m² Fläche.

    Und nun nehmen wir mal an, der Owner hat zum Verstecken ein iPhone oder Android Gerät benutzt. Ich habe selber nicht das Schlechteste und so kann ich sagen, dass ich damit in einem dichten Wald maximal 25m Genauigkeit erwarten kann. Nun kommen Mami und Papi mit 3 Kindern und ebenfalls einem iPhone in den Wald. Wir reden also von 50m Genauigkeit und damit von 7854m² Fläche, in denen sich theoretisch die gesuchte Dose befinden könnte.

    Fast 8000m²!

    Nun ist unsere Familie noch recht unerfahren und hat noch keinen Blick für typische Verstecke, für Hasengrills oder Magnetdosen hinter Landschaftsschutzgebietschildern usw. Die 3 Kinder sind hochmotiviert und wollen unbedingt Erster sein. Fünf Walrösser rennen und trampeln also über 8000m² Waldboden, über Moose und Flechten, treten Pilze um und stochern in jedem Astloch rum, suchen eine winzige, schwarze Dose in einem dunklen Wald auf einer riesigen Fläche mit Abertausenden von potentiellen Verstecken. Ich lasse das mal so stehen. Die, die sich für naturverbunden halten und es noch nicht selbst bemerkt haben, werden verstanden haben, hoffe ich…

    Nun der zweite, wichtige Grund.
    Geocaching ist für sehr viele Leute ein Familiensport. Er verbindet viele Interessen (Technik, Abenteuer, Spiel, Wettbewerb, den Ar*** aus dem Sessel oder vom Schreibtisch weg kriegen, seinen Großstadtkindern mal was anderes vermitteln als den Playstation Highscore usw.)
    Gerade die vorpubertäre Gruppe zwischen „ich kann laufen“ und „das andere Geschlecht ist doch nicht doof“ ist in unserer Gesellschaft nicht immer leicht zu motivieren.

    Da entdeckt Vati Geocaching, Mami hat auch schon ganz viel darüber gelesen und im Vormittagsprogramm gesehen und die Apps im Store von Vatis neuem Superhandy werden täglich mehr, also erzählt man den Kleinen was von spannender Schatzsuche und großem Abenteuer und stürzt sich in die Wildnis. Vati hat genug mit der Bedienung seiner neuen App zu tun, Mami hält die Jungs auf Kurs und spätestens nach 1km Fußmarsch über langweilige Wege hallt das erste „wann sind wir daaaaa?“ durch Wald und Flur. 2 Stunden und zahlreiche Ehekrisen später wird dann endlich der „Schatz“ gefunden. An diesem Ort hätte man auch unbemerkt einen Kühlschrank oder gar einen Panzer verstecken können, ganz sicher aber einfach eine Tupper Wurst- und Käsedose, in der Tauschartikel, TBs und Coins Platz hätten, aber Nein, es ist:

    eine Filmdose mit winzigem Logstreifen, etwas aufgeweicht und kaum lesbar. Toller Schatz… Jetzt nicht soooo die Sensation für die Jungs, zumal sie noch nicht mal selbst schreiben können und so klein schon gar nicht, aber gut: man war ja mal draußen und irgendwie war es ja auch lustig, dass da so was im Wald rumliegt, von man gar nix wusste.

    Ob nach der 5. Filmdose die Motivation der Familie noch dieselbe ist, wage ich allerdings zu bezweifeln, zumindest was den Anhang angeht. Vati hat ja seinen Androiden und seine Statistik und die Genugtuung, in der Bestenliste langsam nach oben zu wandern. Aber das wird er sicher irgendwann alleine toll finden. Wären die 5 Filmdosen richtige Schatzkisten gewesen, sähe das wohl anders aus, oder?

    Der klassische Cachebehälter ist, wie gesagt, NICHT die Filmdose. Wenn überhaupt ein Behälter klassisch ist, dann wohl die Munitionskiste, in Europa eher die 2 Liter Tupperdose bzw. Click&Lock-Dose. Micros sind eine Konzession an Stadtcaches oder häufig besuchte Orte wie Sehenswürdigkeiten etc., also Stellen, da denen ein richtiger Cache nur schwer zu verstecken ist. Sie haben auch ihren Reiz, keine Frage, und es mag auch vereinzelt der Micro im Wald sein, der für geübte Cacher den Reiz ausmacht, aber ich finde, der Trend zur Regel muss DRINGEND gebrochen werden.

    Daher würde ich mir wünschen, besonders an so Stellen wie dieser engagierten Homepage ein Gefühl dafür zu vermitteln, was Geocaching ausmacht und wie weit man denken sollte, wenn man eine Dose platziert. Ich weiß nun nicht, wo genau speziell dieser WLP #1 platziert ist, vielleicht ja unter der Bank einer Schutzhütte auf einer riseigen Lichtung, dann hätte ich kein Problem damit, was den Umweltschutz angeht. Aber das Problem „Schatz“ bleibt. Und das Wort „klassisch“ als Attribut für einen Micro stößt ebenfalls auf, denn das vermittelt dem Neuling, er vollbringt eine Meisterleistung, wenn er 10 weitere Filmdosen in die Lanschaft wirft.

    Ich hoffe, die Botschaft kommt konstruktiv rüber und wird nicht als plumper Verriß gewertet. Ich finde es klasse, dass ihr euch diese Mühe macht, aber manchmal brauchen wir Menschen eben einen Klapps auf den Hinterkopf. Man denkt nicht an alles, das ist nun mal menschlich.

    lg
    Frank
    vom team hatina

    • Team sagt:

      Hallo Frank.

      Erstmal danke für den konstruktiven Beitrag welcher eigentlich genau das anspricht was uns bereits seit längerer Zeit beschäftigt.

      Natürlich kann man nicht an alles denken und vieles entwickelt sich so mehr oder weniger von selber. Deswegen ist es auch bereits schon länger an der Zeit eine komplette Neuplanung des Waldlehrpfades zu überdenken und diese Gedanken sind auch bereits in die Tat umgesetzt worden.

      Daher wurden bereits unzählige Gespräche mit Landesforst, Förster, Jägern und Nabu geführt bei welchen ein neues Konzept erarbeitet wurde. Dieses umfasst einen „echten“ Rundweg mit ausschließlich großen Dosen in welchen die Kleineren (Filmdose etc) höchstenfalls vorgestellt und kommentiert werden so wie du es bez. der Filmdose getan hast.

      Allerdings geht sowas nicht von heute auf morgen und ist mit extremen Aufwand verbunden. Wir müssen Material aus dem Wald beschaffen um es zu Verstecken umzurüsten, diese Umbauten müssen erledigt werden und dann muss das alles wieder in den Wald. Desweiteren sollen alle Verstecke einzigartig sein was bei großen Behältern nicht so einfach ist und es fehlen noch so ein paar zündende Ideen um auf die angestrebte Zahl von 20 Behältern zu kommen.

      Daher wird der Lehrpfad wohl noch diese Saison wie gehabt betrieben, wenn auch wartungstechnisch etwas auf Sparflamme da wir ja Neues planen.

      L.G. Jörg vom Team Waldlehrpfad.

  2. hati sagt:

    Oh, das freut mich zu hören!
    Es ist leider etwas sehr weit außerhalb unserer Homezone, liegt so gerade noch im ToDo-Bereich, sonst hätte ich auch Hilfe angeboten. Ich sammle mit der anderen Hälfte unseres Teams und ein paar Cacher-Freunden, die gerade im Garten den Grill befeuern, während ich logge, ein paar Ideen. Vielleicht ist ja was dabei, das ihr noch nicht habt. Außerdem will ich eine Anti-Micros_im_Wald Seite basteln, wenn ich etwas Zeit finde, und ein Banner dazu kreieren, um mehr Leute zu erreichen, die vielleicht dann darüber nachdenken. Muss man ja auch erst mal drauf kommen, die Dinge so zu sehen, ich verstehe schon, dass das nicht jeder Großstädter gleich im Kopf hat, was ein Fuß im Wald für ein Kleinsbiotop bedeuten kann. Bei Interesse können wir uns da dann gerne gegenseitig supporten. Auf jeden Fall halte ich euren Lehrpfad im Auge und wir werden ihn absolvieren, sobald v2 steht!

    lg
    Frank

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